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Ernährung 6 Min. Lesezeit · 21.05.2026

Proteinreiche Lebensmittel: die besten Eiweißquellen

Eiweiß ist der Baustein für Muskeln, sättigt am stärksten von allen Nährstoffen und schützt deine Muskeln, wenn du abnimmst. Die Frage ist selten „warum", sondern „woher". Hier die Liste, die du wirklich brauchst.

Als grobe Orientierung: Wer Sport treibt, fährt mit etwa 1,4 bis 2 Gramm Eiweiß pro Kilo Körpergewicht gut. Bei 70 Kilo sind das rund 100 bis 140 Gramm am Tag. Klingt nach viel, ist aber machbar, wenn jede Mahlzeit eine ordentliche Eiweißquelle enthält. Der Trick ist nicht der Shaker – es sind die richtigen Grundnahrungsmittel.

Warum überhaupt so viel? Eiweiß ist der einzige Makronährstoff, den dein Körper nicht in nennenswerter Menge speichert. Was nicht für Reparatur und Aufbau gebraucht wird, wird verstoffwechselt – also musst du regelmäßig nachliefern. Dazu kommt der angenehme Nebeneffekt, dass Eiweiß am stärksten sättigt und dein Körper für die Verdauung selbst etwas Energie aufwendet. Wer abnimmt und genug Eiweiß isst, verliert eher Fett als Muskeln. Genau das willst du.

Die stärksten tierischen Quellen

Tierisches Eiweiß hat einen Vorteil: Es liefert alle essenziellen Aminosäuren in einem für den Körper gut verwertbaren Verhältnis. Werte je 100 Gramm:

Die besten pflanzlichen Quellen

Pflanzliches Eiweiß ist genauso brauchbar – man muss nur etwas mehr kombinieren, weil einzelne Quellen nicht alle Aminosäuren in idealem Verhältnis liefern. Werte je 100 Gramm:

🧩 Pflanzlich clever kombinieren

Getreide plus Hülsenfrüchte ergänzen sich ideal: Reis mit Linsen, Brot mit Hummus, Haferflocken mit etwas Soja. Zusammen liefern sie das volle Aminosäuren-Profil – du musst das nicht in einer Mahlzeit schaffen, über den Tag verteilt reicht völlig.

Worauf es pro Kalorie ankommt

Nicht jede Eiweißquelle ist gleich „effizient". Hähnchenbrust und Magerquark liefern viel Eiweiß bei wenig Kalorien – ideal, wenn du abnehmen willst. Nüsse und Käse haben zwar auch Eiweiß, bringen aber ordentlich Fett und Kalorien mit. Beides hat seinen Platz, aber wenn die Kalorien knapp sind, gewinnen die mageren Quellen.

Eiweiß ist der Nährstoff, bei dem sich genug Aufwand am deutlichsten auszahlt – beim Muskelerhalt wie beim Sattsein.

Ein Wort zu Eiweißriegeln und Proteinpudding aus dem Supermarkt: Praktisch, ja, aber dreh ruhig die Packung um. Viele davon sind teure Süßigkeiten mit ein bisschen Eiweiß obendrauf – und kosten pro Portion oft mehr als ein ganzer Becher Magerquark, der das Doppelte liefert. Als Notlösung für unterwegs in Ordnung, als tägliche Grundlage zu schade fürs Geld.

So verteilst du es über den Tag

Dein Körper kann nicht beliebig viel Eiweiß auf einmal optimal nutzen. Statt 100 Gramm abends auf einmal lieber 25 bis 35 Gramm pro Mahlzeit über drei, vier Mahlzeiten verteilt. Ein einfacher Tag:

  1. Frühstück: Skyr mit Haferflocken und Beeren (~30 g)
  2. Mittag: Hähnchen mit Reis und Gemüse (~35 g)
  3. Snack: Magerquark oder eine Handvoll Edamame (~20 g)
  4. Abend: Linsencurry mit Tofu (~30 g)

Macht über 110 Gramm, ganz ohne Pulver. Brauchst du es schneller oder unterwegs, ist ein Shake eine bequeme Ergänzung – aber kein Muss.

Drei Mythen, die sich hartnäckig halten

Wie viel Eiweiß für dich sinnvoll ist, hängt von Ziel, Gewicht und Aktivität ab. Bei Nierenproblemen oder anderen Vorerkrankungen sprich die Menge am besten mit ärztlicher Begleitung ab.

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