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Training
6 Min. Lesezeit
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25.06.2026
Liegestütze sind die ehrlichste Übung der Welt: du, der Boden, die Schwerkraft. Keine Maschine, keine Ausrede – und genau deshalb hängen am Anfang so viele fest. Hier ist der Weg, der wirklich funktioniert.
Fast jeder, den ich kenne, hat seinen ersten „echten" Liegestütz mit Frust verbunden: runter geht's noch, hoch nicht mehr. Das ist völlig normal. Ein Liegestütz bewegt rund 65 % deines Körpergewichts – das ist für untrainierte Arme und Brust eine Menge. Die gute Nachricht: Kraft ist trainierbar wie kaum etwas anderes. In sechs bis acht Wochen ist der Sprung von „keiner" auf „zwanzig" für die allermeisten machbar, wenn man nicht zu früh zu viel will.
Bevor du Wiederholungen zählst, lohnt es sich, die Position einmal richtig zu spüren. Ein sauberer Liegestütz ist im Grunde ein bewegtes Brett:
Wenn du nur einen Hinweis mitnimmst: Spannung von Kopf bis Ferse. Die meisten „schwachen" Liegestütze scheitern nicht an der Brust, sondern an einer durchhängenden Mitte.
Du kletterst nicht über Wiederholungen nach oben, sondern über den Winkel. Je aufrechter du startest, desto leichter. Bleib auf einer Stufe, bis du dort 3 Sätze mit 12 sauberen Wiederholungen schaffst – dann kommt die nächste.
Gesicht zur Wand, Arme ausgestreckt, ein kleiner Schritt zurück. Drück dich kontrolliert von der Wand weg und wieder heran. Klingt einfach, baut aber genau das Bewegungsmuster auf, das du später brauchst.
Hände auf eine stabile Tisch- oder Couchkante. Je niedriger die Auflage, desto schwerer. Eine Treppe ist hier dein bester Freund: Stufe für Stufe tiefer, ganz ohne Equipment.
Jetzt geht's auf den Boden – aber nur in eine Richtung. Du startest oben und lässt dich so langsam wie möglich herunter (zähl bis vier), dann auf die Knie und neu aufstellen. Diese „Negative" bauen brutal schnell Kraft auf, weil dein Muskel im Absenken am stärksten ist.
Aus der hohen Bretthaltung runter und hoch. Anfangs vielleicht nur zwei, drei am Stück – das reicht. Häng kürzere Sätze über den Tag verteilt aneinander, statt einen langen zu erzwingen.
Drei kurze Einheiten pro Woche schlagen eine lange. Deine Muskeln wachsen in der Pause, nicht während der Belastung – plane also mindestens einen Tag dazwischen. Wenn ein Satz sich noch „easy" anfühlt, war er zu leicht: Die letzten zwei Wiederholungen sollten wackeln.
Die Wiederholung, die zählt, ist die, die du auch morgen noch sauber schaffst.
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